Wie können Unternehmen möglichst günstig CO2 und Kosten einsparen?

Wie können Unternehmen möglichst günstig CO2 und Kosten einsparen?

9. August 2021 Online-Meetings Tools Umfragen & Daten 0

Viele Unternehmen wollen im Zuge ihrer Nachhaltigkeits- bzw. Klimaschutzbestrebungen den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen reduzieren. Waren die vergangenen Jahre von PR-getriebenen Klimaschutz-Aktivitäten und z.B. CO2-Neutralitäts- Ankündigungen geprägt, fordern Gesetzgebung, Kunden oder MitarbeiterInnen immer stärker Maßnahmen, die Gesamt-Reduktionsziele erreichen und nachweisen. Insbesondere die mögliche geplante Besteuerung von CO2-Emissionen, wird Einsparungen in Zukunft auch monetär attraktiver bzw. notwendiger machen. Deshalb stellt sich für viele Unternehmen die Frage, wie sie eine große CO2-Reduktion mit möglichst geringen Kosten erreichen können.

Günstigste Maßnahmen zur CO2-Vermeidung

Eine datenbasierte Hilfe um Treibhausgasemissionen möglichst kostengünstig zu reduzieren, ist die sogenannte Vermeidungskostenkurve. Sie gibt einen Überblick zu Maßnahmen und mit welchen Kosten Treibhausgasemissionen eingespart werden können (Euro/Tonne CO2e).

Bisher galten als die günstigsten Maßnahmen zur CO2e-Vermeidung z.B. die Anschaffung effizienterer Fahrzeuge und Geräte, thermische Gebäudesanierungen, Förderung des Fahrradverkehrs oder von Fahrgemeinschaften oder der Einsatz erneuerbarer Energieerzeugungsanlagen. Vermeidungskosten sind aber in der Regel auch von der Branche in dem das Unternehmen tätig ist, abhängig.

In den letzten Jahren, aber auch durch die Covid-19 Pandemie und die zunehmende Digitalisierung verstärkt, hat eine neue Maßnahme mit großem CO2-Vermeidungspotential zu minimalen Kosten die Bühne betreten: Online-Meetings & Home-Office.

Geschäftsreisen & Pendeln verursachen bis zu 75% der betrieblichen CO2-Emissionen und bieten große CO2-Einsparmöglichkeiten

Geschäftsreisen und Pendeln verursachen z.B. in Dienstleistungsunternehmen bis zu 75 Prozent des gesamten betrieblichen CO2-Ausstoßes. Die Covid-19 Pandemie hat gezeigt, dass viele Geschäftsreisen, aber auch das Pendeln zum Arbeitsplatz, durch digitale Technologie (online) effektiv und effizient ersetzt werden können.

Im Vergleich zur physischen Anreise (v.a. per Flug oder Auto) reduzieren digitale Meetings die CO2-Emissionen um den Faktor 20 bis 1000. Somit sind digitale Meetings ein wichtiger Hebel für Unternehmen den Klimaschutz zu unterstützen und ein substantieller Beitrag zur Energie- und Verkehrswende. Aber auch für hohe Kosteneinsparungen. So können im Schnitt ca. 4.700 Euro/Jahr und MitarbeiterIn an direkten Reisekosten oder 10 Tonnen CO2e/Jahr eingespart werden. Und auch die Einsparungen für den Bürobetrieb sind beachtlich. So schätzen Immobilienexperten, dass mit jedem Büroarbeitsplatz rund 10.000 Euro pro Jahr eingespart werden können.

Beispielrechnung CO2e-Einsparung Online- vs. Vor-Ort Meeting

Kosten-Einsparpotentiale bis 1% des Umsatzes bei 50% Online-Meetings

Für ein Unternehmen sind bei z.B. 50% Online-Meetings Kosteneinsparungen von 1% des Umsatzes (ohne Investitionskosten) zu erreichen.

Für einen Konzern wie z.B. die Wiener Stadtwerke ergibt sich mit dem Ersatz von 50 Prozent der Dienstreisen- und Meetings durch Online-Meetings ein Einsparpotential von rund 30 Millionen Euro. Bei minimalen zusätzlichen Investitions- und Betriebskosten. Darüber hinaus erhöht es auch die zeitliche Flexibilität für MitarbeiterInnen und Unternehmen durch substantielle Zeiteinsparungen.

Die Aufteilung in 50 Prozent Online-Meetings und 50 Prozent physische Meetings kann auf einfache Art erfolgen: Z.B. freiwillig, indem MitarbeiterInnen mit mühsamen Reisen/Anreisen verbundene Meetings, oder eingespielte Routinemeetings online abhalten, wie in der Umfrage „Klimaschutz und digitale Meetings“ von mehr als der Hälfte der Befragten befürwortet. Oder mit der Erweiterung von Reiserichtlinien zu Online Meetings.

Dazu stellt die Initiative Climeet einen Entwurf für die Erweiterung von Reiserichtlinien zu Online-Meetings und ein Argumentarium mit Daten und Fakten zu Online-Meetings bereit. Gerne können Sie die kostenlosen Musterbausteine für Reiserichtlinien per E-Mail anfordern unter office@climeet.net

Zum Vergleich der Zeitaufwände und CO2e-Emissionen bietet Climeet.net einen einfachen Vergleichsrechner, um die hohen Einspareffekte an CO2e und Zeit von Online-Meetings gegenüber physischen Meetings und Dienstreisen übersichtlich darzustellen. Gerne können Sie kostenlos einen Zugang zum Climeet-Rechner per E-Mail unter anfordern office@climeet.net

Praxisbeispiel für die Einsparung von Zeit & CO2e durch digitale Meetings

Beispiel für ein 2-stündiges Meeting in Wien für eine Person, die aus Innsbruck mit dem Auto anreist berechnet mit dem Climeet-Meetingrechner: CO2e-Einsparung durch ein Online-Meeting statt eines Meetings mit Autoanreise Vor-Ort von 207 kg CO2e. Ein Online Meeting ist in diesem fall 857 mal CO2e sparender als ein Vor-Ort Meeting (siehe Grafik oben).

Die Entwicklung des Climeet-Meetingrechners wurder von der FFG und dem Bundesministerium für Klimaschutz gefördert.

Feedback und Fragen

Die oben vorgestellten Bausteine für umweltfreundliche Reiserichtlinien sind ein Entwurf auf Basis einer Umfrage zu “Klimaschutz und digitalen Meetings” der Initiative „Climeet“ 2021.

Wir freuen uns auf Anregungen, Ergänzungen und Fragen unter E-Mail: office@climeet.net oder telefonisch unter +43 660 4951302  

Climeet ist eine Initiative von Kompetenzzentrum Digitalisierung & Resilience Consult 

Ansprechpartner DI Ronald Hechenberger, MBA

E-Mail: office@climeet.net Telefon: +43 660 4951302